AGRAPA: Deutschland übertrifft Recyclingquote bei grafischen Papieren erneut deutlich

Die Arbeitsgemeinschaft Grafische Papiere (AGRAPA) hat die im Rahmen ihrer freiwilligen Selbstverpflichtung gegenüber dem Bundesumweltministerium vereinbarte Verwertungsquote für grafische Papiere deutlich übertroffen.

EUWID Papier und Zellstoff
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04.07.2026
Quelle:  Firmennews

Wie die Organisation anlässlich der diesjährigen Sitzung des Altpapierrats bekannt gab, erreichte die Verwertungsquote im aktuellen Berichtsjahr 85,9 %, womit der Zielwert von 80 % erneut klar überschritten wurde.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Sitzung stand zudem der weitere Umstieg auf mineralölfreie Druckfarben im Zeitungsdruck. Ziel ist es, den Eintrag von Mineralölbestandteilen in den Altpapierkreislauf zu verringern und damit die Qualität des Papierrecyclings langfristig zu sichern. Bis zum kommenden Berichtsjahr soll der Mineralöleintrag aus Zeitungsdruckfarben gegenüber dem Jahr 2020 um 50 % reduziert werden.

Nach Angaben der AGRAPA zeigen die aktuellen Daten Fortschritte, zugleich seien jedoch weitere Anstrengungen erforderlich, um das angestrebte Ziel vollständig zu erreichen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUKN) sowie das Umweltbundesamt würdigten die bisher erzielten Fortschritte und bezeichneten die AGRAPA als Beispiel für eine funktionierende industriegetragene Selbstverpflichtung, heißt es.

Bezüglich der Recyclingquote bei grafischen Papieren kommentiert Julia Rohmann, die Projektverantwortliche beim BVDM: "Die erreichte Verwertungsquote unterstreicht die hohe Leistungsfähigkeit der deutschen Druck- und Papierindustrie im Bereich der Kreislaufwirtschaft. Das Ergebnis ist ein wichtiger Nachweis dafür, dass freiwillige Brancheninitiativen wirksam zur Erreichung von Umwelt- und Nachhaltigkeitszielen beitragen können.“

Im Rahmen der Sitzung des Altpapierrates wurde Volker Hotop, Geschäftsführer bei Zeitungsdruck Dierichs GmbH & Co. KG, erneut zum Vorsitzenden der AGRAPA gewählt.

Die AGRAPA vereint neun Verbände entlang der grafischen Papierwertschöpfungskette, darunter Papierhersteller, Verlage, Druckereien und Papiergroßhandelsunternehmen. Die Organisation bewertet das Ergebnis als Beleg für die Leistungsfähigkeit des etablierten Recyclingkreislaufs für grafische Papiere in Deutschland.

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