Kohlendioxid-Abscheidungsanlage der Metsä Group erhält Fördermittel in Höhe von 21 Millionen Euro
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Die von der Metsä Group in Rauma geplante Anlage zur Abscheidung von Kohlendioxid aus Holz hat im Rahmen einer vom finnischen Ministerium für Wirtschaft und Beschäftigung organisierten umgekehrten Auktion Fördermittel in Höhe von 21 Millionen Euro erhalten. Neben dem Beitrag zum Klimaschutz würde die Kohlendioxid-Abscheidung neue Geschäftsmöglichkeiten schaffen.
„Der Erhalt dieser Förderung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Realisierung der Investition. Es geht um den Aufbau einer völlig neuen industriellen Wertschöpfungskette in einem Markt, der gerade erst Gestalt annimmt. Die positive Entscheidung bedeutet, dass wir die Planung der Anlage fortsetzen können. Wir freuen uns sehr über die Entscheidung des Ministeriums“, sagt Maria Mroué, VP, Communications and Brand, Metsä Group.
Im Rahmen der umgekehrten Auktion des Ministeriums wurden Fördermittel für Projekte gewährt, die pro zu errichtender Einheit der Kohlendioxid-Abscheidungskapazität den geringsten Förderbedarf aufweisen.
Im Projekt der Metsä Group soll Kohlendioxid aus den Rauchgasen des Rückgewinnungskessels in der Zellstofffabrik in Rauma abgeschieden werden.
Investitionsentscheidung frühestens Anfang 2027
Die endgültige Investitionsentscheidung kann frühestens Anfang 2027 getroffen werden. Neben der Förderung hängt die Investitionsentscheidung von der Erteilung einer Umweltgenehmigung, dem Abschluss der technischen Planung der Abscheidungsanlage und der Sicherung einer ausreichenden Marktnachfrage ab. Die Förderung wird nur ausgezahlt, wenn die Investition tatsächlich getätigt wird.
Die Abscheidung von biogenem Kohlendioxid, wie es beispielsweise aus Holz stammt, trägt zur Eindämmung des Klimawandels bei, indem fossiler Kohlenstoff ersetzt wird. Das Projekt würde zudem neue Geschäftsmöglichkeiten schaffen, indem ein bestehender Nebenstrom in ein neues kommerzielles Produkt umgewandelt wird.
Die geplante Kapazität zur Kohlenstoffabscheidung in Rauma würde 100.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr betragen. Die Kunden der Metsä Group würden das abgeschiedene Kohlendioxid zur Herstellung von E-Kraftstoffen nutzen. Durch die jährliche Verwendung von 100.000 Tonnen holzbasiertem Kohlendioxid in einer Kraftstoffwertschöpfungskette würden fossile Kohlendioxidemissionen vermieden, die den jährlichen Emissionen von fast 30.000 Personenkraftwagen entsprechen.