UPM arbeitet mit ANDRITZ beim Recycling von Papiermaschinenbespannungen zusammen
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UPM, ein Unternehmen für Materiallösungen, arbeitet mit dem internationalen Technologiekonzern ANDRITZ zusammen, um Bespannungen von Papiermaschinen zu recyceln.
Die Initiative nutzt innovative Recyclingansätze, um gebrauchte Siebe und Filze aus Kunststoff wieder in einen Produktionskreislauf zurückzuführen. Dadurch werden die thermische Entsorgung des Materials und die dabei entstehenden Emissionen vermieden. Außerdem reduziert sich der Bedarf an fossilen Rohstoffen.
Papiermaschinenbespannungen von ANDRITZ und anderen Lieferanten werden am Ende ihrer Lebensdauer in den Papierfabriken von UPM gesammelt und abgeholt. Diese Aktion wird vom deutschen Recyclingunternehmen HolyPoly, einem zentralen Partner der Initiative, koordiniert. HolyPoly stellt sicher, dass Pressfilze aus verschiedenen Polyamiden (PA) sowie Formiersiebe, die überwiegend aus PA und Polyethylenterephthalat (PET) bestehen, ordnungsgemäß und unter Einhaltung aller relevanten gesetzlichen Vorgaben recycelt werden.
Heiner Schütte, Senior Sourcing Manager bei UPM, erklärt: „Wir bei UPM freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit ANDRITZ und HolyPoly. Durch das Recycling unserer gebrauchten Bespannungen erreichen wir eine höhere Stufe in der Abfallhierarchie – weg von der energetischen Verwertung hin zum stofflichen Recycling.“
Mechanisches Recycling statt Verbrennung
Das Rezyklat aus den Bespannungen wird derzeit zur Herstellung von Spritzgussteilen für die Automobil- und Möbelindustrie eingesetzt und ersetzt hierbei neue Kunststoffe. Die Nachfrage nach dem Material ist hoch und der Recyclingprozess bereits vollständig skalierbar. Zusätzlich zum Ersatz von Primärpolymeren verhindert jede Tonne, die recycelt wird, rund 3 Tonnen CO2-Emissionen, die bei der Verbrennung entstehen würden. In Europa fallen jährlich etwa 7.000 Tonnen gebrauchte Papiermaschinenbespannungen an. Der Großteil wird derzeit verbrannt oder in Einzelfällen deponiert.
ANDRITZ arbeitet an der weiteren Optimierung der Qualität und Spezifikationen des recycelten Granulats, um dieses künftig auch für die anspruchsvolle Herstellung neuer Papiermaschinenbespannungen verwenden zu können.
Mit dieser wegweisenden Initiative übernimmt ANDRITZ Verantwortung als Produzent und geht dabei über die von der EU geplanten Anforderungen der erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR) hinaus. Das Projekt wurde durch das starke Engagement und die frühzeitige Unterstützung von UPM ermöglicht.
Mehrere Werke beteiligt
Das Recyclingprogramm wurde im Jänner 2025 von ANDRITZ gemeinsam mit HolyPoly und UPM im industriellen Maßstab gestartet. UPM war aktiv am Entwicklungsprozess beteiligt und stellte entsprechende Materialien zur Verfügung. Mehrere UPM-Werke in Finnland und Deutschland lassen ihre Papiermaschinenbespannungen bereits über das Programm recyceln.