UPM verkauft Werksgelände in Ettringen
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UPM hat den Immobilienentwickler CBRE mit dem Verkauf des Produktionsareals der ehemaligen Papierfabrik in Ettringen beauftragt. Das fast 64 ha große Grundstück steht für eine industrielle oder gewerbliche Neunutzung zur Verfügung.
UPM hat den Standort, der auf die Produktion von ungestrichenen Pressepapieren ausgerichtet war, zum Ende des letzten Jahres stillgelegt.
Bereits im März 2025 hatte UPM seine Absicht bekannt gegeben, die Papierfabrik in Ettringen zu schließen, um seine Kapazitäten an die Kundennachfrage anzupassen. Allerdings dauerten die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern um einen Interessenausgleich und einen Sozialplan an. Nachdem die Verhandlungen im Dezember 2025 abgeschlossen wurden, konnte UPM die geplante Schließung des Standorts, von der 189 Mitarbeitende betroffen waren, vorantreiben.
Das Werk in Ettringen betrieb zuletzt eine Papiermaschine mit einer Kapazität von 270.000 jato. Die Papierfabrik war vor der Schließung auf die Produktion von SC-Papier spezialisiert, stellte jedoch auch Zeitungsdruckpapier sowie aufgebessertes Zeitungsdruckpapier her.
Nun sei das Ziel, so CBRE, im Rahmen eines strukturierten Verkaufsprozesses einen Käufer mit einem Nachnutzungskonzept zu finden, das dem Standort und der Region langfristig gerecht werde. Dieser umfasst rund 335.000 m2 Werksflächen sowie circa 300.000 m2 Grün- und Landwirtschaftsflächen. Die vorhandene Infrastruktur – darunter eine aktive Gleisanbindung, eine installierte Stromkapazität von 79 MW sowie ein direkter Autobahnanschluss – schaffe eine Ausgangslage, die für Industrieansiedlungen in Südbayern selten sei, führt das Unternehmen aus. „Zusammenhängende Entwicklungsflächen dieser Größenordnung mit bestehender Infrastruktur gibt es im südbayerischen Raum kaum noch. Wir befinden uns bereits in ersten Gesprächen mit Interessenten“, erklärt Maximilian Sänger, Team Leader Industrial & Logistics München bei CBRE.