Wepa nimmt Energiespeicher-Anlage in Hygienepapierfabrik in Troyes in Betrieb
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Der Hygienepapierhersteller Wepa hat an seiner französischen Hygienepapierfabrik Troyes gemeinsam mit dem Start-up Epyr eine thermische Energiespeicher-Anlage in Betrieb genommen. Die Anlage soll bis zu einem Viertel des Dampfbedarfs der Fabrik decken.
Die von Epyr entwickelte Anlage erzeugt Wärme mithilfe von Strom, speichert diese in thermischen Speichern und stellt sie bei Bedarf wieder in Form von Dampf zur Verfügung. Damit ersetzt sie einen Teil des bislang benötigten Erdgases am Standort. Nach Angaben der Unternehmen deckt die Anlage nach drei Monaten kommerziellen Betriebs rund 25 % des Dampfbedarfs des Werks und trägt damit zur Verringerung der CO2-Emissionen bei. Das Projekt im Rahmen des französischen Investitionsprogramms „France 2030“ gefördert. Zur genauen Investitionssumme machten die beiden Unternehmen keine Angaben.
Wepa bezeichnet das Projekt als wichtigen Baustein seiner Dekarbonisierungsstrategie. Die Planung, Errichtung und Inbetriebnahme der Anlage erfolgten den Angaben zufolge innerhalb von weniger als sechs Monaten, ohne die laufende Produktion zu beeinträchtigen. Durch die Möglichkeit, Wärme zeitversetzt bereitzustellen, kann die Anlage den Angaben zufolge insbesondere in Zeiten hoher Verfügbarkeit von Wind- und Solarstrom betrieben werden. Gleichzeitig soll sie zusätzliche Flexibilität für das Stromnetz schaffen. Wepa strebt eine Stärkung seiner Präsenz im französischen Markt an. Anfang des Jahres hatte das Unternehmen den französischen Hygienepapierhersteller MPH1865 übernommen.
Die Hygienepapierfabrik in Troyes gehört zum Wepa-Geschäftsbereich Consumer. Hier produziert das Unternehmen Hygienepapierprodukte für den französischen Endverbrauchermarkt. Europaweit betreibt Wepa 15 Produktionsstandorte mit rund 4.500 Beschäftigten und einer jährlichen Hygienepapierproduktion von etwa 910.000 t.