Europäische Papiersackindustrie senkt CO2-Fußabdruck zwischen 2021 und 2024 um 9 %
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Die europäische Papiersackindustrie hat ihre Klimabilanz weiter verbessert: Der CO2-Fußabdruck pro Papiersack ist zwischen 2021 und 2024 um 9 % gesunken. Das zeigt eine aktuelle Studie des schwedischen Forschungsinstituts RISE, die im Auftrag der European Paper Sack Research Group (ESG) – einer gemeinsamen Initiative von EUROSAC und CEPI Eurokraft – durchgeführt wurde. Parallel dazu verringerte sich der fossile CO2-Fußabdruck von Sackkraftpapier um 5 % pro Tonne. Maßgeblich für diese Entwicklung ist der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien in der Produktion. Die Ergebnisse unterstreichen die kontinuierlichen Fortschritte der Branche auf ihrem Weg zur Dekarbonisierung.
Die cradle-to-gate-Analyse bestätigt diesen positiven Trend über den gesamten Betrachtungszeitraum. Zwischen 2021 und 2024 sanken die Emissionen pro Papiersack um 9 % – von 106,7 g CO2e auf 97,3 g CO2e. Den größten Anteil am CO2-Fußabdruck hat mit rund 60 % die Herstellung von Sackkraftpapier. Hierbei konnten die Emissionen aus der Produktion von Sackkraftpapier um 5 % pro Tonne reduziert werden – von 484 kg CO2e im Jahr 2021 auf 462 kg CO2e im Jahr 2024. „Diese Ergebnisse zeigen, wie unsere Branche durch gemeinsame Anstrengungen die Dekarbonisierung gezielt vorantreibt“, erklärt Catherine Plitzko, General Delegate von EUROSAC. „Die Studie liefert eine fundierte Grundlage, um unseren Net-Zero-Pfad weiter zu konkretisieren und gezielt die Bereiche zu adressieren, in denen wir die größte Wirkung erzielen können.“
Erneuerbare Energien als zentraler Hebel
Eine Veränderung im Strommix von Papierfabriken und Weiterverarbeitungsanlagen war ein entscheidender Hebel für die Emissionsreduktionen. Die Produktion von Sackkraftpapier basiert bereits heute überwiegend auf erneuerbaren Energien. Gleichzeitig bauen immer mehr Papierfabriken den Bezug von CO2-armer Elektrizität aus, darunter Strom mit Herkunftsnachweisen (Guarantees of Origin).
Im Jahr 2024 stammten 54 % des Stromverbrauchs der Sackkraftpapierfabriken aus erneuerbaren oder CO2-armen Quellen – ein Anstieg um 25 Prozentpunkte gegenüber 2021. Zudem entfallen 85 % der vor Ort eingesetzten Brennstoffe auf Biobrennstoffe, wobei interne Biobrennstoffe allein 77 % des gesamten Energieverbrauchs vor Ort ausmachen. Darüber hinaus decken die Werke 58 % ihres Strombedarfs durch Eigenerzeugung. Auch die Hersteller von Papiersäcken haben ihren Einsatz erneuerbarer Energien erhöht. Die Emissionen aus zugekauftem Netzstrom in den Weiterverarbeitungsanlagen gingen zwischen 2021 und 2024 um 44 % zurück. Im Jahr 2024 stammten 41 % des Stromverbrauchs in der Weiterverarbeitung aus erneuerbaren oder CO2-armen Quellen.
CO2-arme Lösung mit klarer Perspektive
Die europäische Papiersack- und Sackkraftpapierindustrie erhebt seit 2007 Umweltdaten, um ihre Klimabilanz entlang der gesamten Wertschöpfungskette kontinuierlich zu verbessern und ihren Kunden belastbare Daten für die Scope-3-Berichterstattung bereitzustellen.
„Unsere Studie bestätigt, dass Papiersäcke eine CO2-arme Verpackungslösung mit kontinuierlich sinkendem fossilen CO2-Fußabdruck darstellen“, so Catherine Plitzko. „Aufbauend auf diesen Fortschritten konkretisieren wir unseren Net-Zero-Pfad weiter, definieren gezielte Handlungsfelder und bauen zirkuläre Initiativen aus.“
Papiersäcke sind gut recycelbar. Initiativen wie „Paper Sacks Go Circular“, die inzwischen in der branchenübergreifenden Initiative „Construction Goes Circular“ weiterentwickelt wurde, zielen darauf ab, die Sammlung und das Recycling gebrauchter Papiersäcke zu steigern und so den Beitrag zur Kreislaufwirtschaft weiter zu stärken.