Sappi und UPM unterzeichnen finale Vereinbarung zur Bildung eines Joint Ventures

Die geplante Zusammenlegung der grafischen Papieraktivitäten von UPM und Sappi nimmt konkrete Formen an. Beide Unternehmen haben nun eine entgültige Vereinbarung zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens unterzeichnet. Bereits im Dezember 2025 hatten die Konzerne zunächst eine unverbindliche Absichtserklärung dazu veröffentlicht.

EUWID Papier und Zellstoff
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11.06.2026
Quelle:  Firmennews

Das Joint Venture sieht vor, die grafischen Papieraktivitäten von Sappi in Europa mit dem Geschäftsbereich UPM Communication Papers zu bündeln. Geplant ist eine Beteiligung beider Partner zu jeweils 50 %. Das Unternehmen soll den Angaben zufolge eigenständig operieren und über eigene Ressourcen sowie Managementstrukturen verfügen. Ziel der Transaktion ist es nach Angaben der Unternehmen, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit des europäischen Marktes für grafische Papiere zu stärken. Hintergrund sind die seit Jahren rückläufige Nachfrage nach grafischen Papieren sowie ein anhaltend hoher Kostendruck.

Laut früheren Angaben umfasst die Transaktion das gesamte europäische Geschäft von Sappi im Bereich grafischer Papiere sowie die Aktivitäten von UPM Communication Papers in Europa, Großbritannien und den USA. Der Wert der geplanten Transaktion wurde im Zusammenhang mit dem laufenden Prüfverfahren der EU-Kommission auf rund 1,42 Mrd € beziffert.

Die Umsetzung der Vereinbarung steht weiterhin unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Die Europäische Kommission hatte Ende April ein vertieftes Prüfverfahren eingeleitet. Die Wettbewerbshüter äußerten Bedenken, dass das Joint Venture den Wettbewerb in einzelnen Segmenten wie gestrichenen holzhaltigen sowie gestrichenen holzfreien Papieren einschränken und zu Preissteigerungen führen könnte. Eine Entscheidung der EU-Kommission wird derzeit bis Ende Oktober erwartet. Auch Genehmigungen in weiteren Jurisdiktionen, unter anderem in den USA und China, sind erforderlich.

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