Södra entwickelt eine neue Papierzellulose – aus forstwirtschaftlichen Rohstoffen und Haferhülsen
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Mit der Einführung von Södra blue S – einer neuen Art von Papierzellulose, die Nadelholzfasern mit Haferhülsen aus der schwedischen Getreideverarbeitung kombiniert – geht Södra den nächsten Schritt auf seinem Innovationsweg. Die Initiative ist ein konkretes Beispiel dafür, wie Södra neue Lösungen erprobt und gleichzeitig Ressourcen effizienter nutzt, um Mehrwert zu schaffen und zu einer stärker kreislauforientierten Zukunft beizutragen.
Södra blue S wurde entwickelt, um der wachsenden Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen und einer stärker kreislauforientierten Ressourcennutzung gerecht zu werden. Auf der Grundlage seiner umfangreichen Erfahrung mit forstbasierten Rohstoffen und mehr als zehn Jahren der Entwicklung von Technologien zur Verwertung von Restströmen aus anderen Wertschöpfungsketten erweitert Södra nun seine Faserbasis, ohne dabei Kompromisse bei der Qualität einzugehen.
Das neue Verfahren ermöglicht es, Waldfasern und Agrarfasern direkt im Zellstoffprozess zu kombinieren, wodurch Södra den Ertrag steigern und die Festigkeitseigenschaften verbessern kann. Pilotversuche zeigen, dass blue S verbesserte Festigkeitseigenschaften und eine gute Verarbeitbarkeit in der Papierproduktion bietet. Bei Södra Cell Värö wurden mehrere Versuche mit sehr positiven Ergebnissen durchgeführt. Gegen Ende des Jahres 2025 wurden die Voraussetzungen geschaffen, um kampagnenbasierte Mengen zu ermöglichen.
„Södra blue S zeigt, was passiert, wenn wir unsere eigenen Annahmen hinterfragen. Durch die Kombination von forstwirtschaftlichen Rohstoffen mit Haferhülsen eines lokalen Partners wie Berte Qvarn steigern wir die Ressourceneffizienz und schaffen Mehrwert in zwei wichtigen Grundstoffindustrien. Die Ergebnisse zeigen, dass die Technologie funktioniert und dass der Zellstoff von hoher Qualität ist. Dies ist ein konkreter Schritt in Richtung der zirkulären Faserlösungen der Zukunft“, sagt Annica Ahlstedt Larsson, Produktleiterin bei Södra Cell.
Haferhülsen von Berte Qvarn – ein lokaler Rohstoff, der neuen Wert schafft
Die für die Herstellung von blue S verwendeten Haferhülsen stammen vom lokalen Lebensmittelhersteller Berte Qvarn, der südlich von Värö ansässig ist. Ihre lokale Herkunft bedeutet kürzere Transportwege und macht die Rohstoffströme widerstandsfähiger, indem sie auf Branchen in der umliegenden Region aufbaut.
Die Zusammenarbeit schafft zudem neuen Mehrwert zwischen zwei Branchen, die traditionell Seite an Seite agieren – Forstwirtschaft und Landwirtschaft –, da ein Nebenprodukt der Haferproduktion nun eine klare Funktion in der Papierzellstoffherstellung erhält. Haferhülsen, die zuvor nur begrenzte Anwendungsbereiche hatten, werden so in einen wertvollen Rohstoff verwandelt, der zu einer erhöhten Ressourceneffizienz beiträgt und neue Möglichkeiten für zukünftige Faserlösungen eröffnet.
„Diese Zusammenarbeit zeigt, was möglich wird, wenn wir über unsere eigenen Wertschöpfungsketten hinausblicken. Durch die Bündelung von Fachwissen, lokalen Restströmen und dem gemeinsamen Bestreben, neue Lösungen zu entwickeln, machen wir wichtige Schritte in Richtung der Kreislaufsysteme der Zukunft. Gemeinsam mit Södra erkunden wir neue Wege, um aus vorhandenen Ressourcen Wert zu schaffen und zu einer langfristig nachhaltigen Entwicklung beizutragen“, sagt Olof Stenström, CEO von Berte Qvarn.
Södra und nachhaltige Innovation
Blue S ist das Ergebnis der langfristigen Innovationsbemühungen von Södra. Innovation ist Teil unserer täglichen Arbeit und ein Weg, Mehrwert für unsere Mitglieder, Kunden und die Gesellschaft zu schaffen.
Zu den wichtigsten Schwerpunktbereichen gehört Papier, wo wir Lösungen entwickeln wollen, die die Wettbewerbsfähigkeit stärken und den ökologischen Wandel unterstützen. Mit Södra blue S zeigen wir, wie forstwirtschaftliche Rohstoffe intelligenter genutzt werden können – und wie Restströme aus der Landwirtschaft zu wertvollen Ressourcen in der Forstwirtschaft werden können.
Indem wir etablierte Prozesse verbessern und die traditionelle Rohstoffnutzung hinterfragen, schaffen wir neue Möglichkeiten sowohl für Kunden als auch für Waldbesitzer.