Haderlump - Schimpfwort für einen Taugenichts in abgerissener Kleidung

Es handelt sich dabei um ein vor allem in Süddeutschland und Österreich gebräuchliches Schimpfwort.

Stofffetzen - Sammelobjekt des Haderlumpen
© Bild von Emy auf Pixabay
20.05.2024

Doch eigentlich war der Haderlump ein Lumpensammler, der abgetragene Kleidungsstücke sowie Stofffetzen, eben die „Hadern“ oder „Lumpen“, bei der Bevölkerung aufkaufte und diese dann an Papierfabriken verkaufte. Denn vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert bildeten Stoffreste aus Leinen, Hanf oder Baumwolle mehr oder weniger den einzig verfügbaren Faserrohstoff für die Papierherstellung.

Der Lumpensammler gehörte zum sogenannten „Fahrenden Volk“, eine abwertende Bezeichnung, die oft mit Kriminalität und Ehrlosigkeit in Verbindung gebracht wurde.

Bei dem Wort „Haderlump“ handelt es sich übrigens um eine Tautologie – also zwei Worte, die dasselbe bedeuten – ähnlich wie die Ausdrücke „nie und nimmer“ oder „still und leise“ oder „die La-Ola-Welle“, wobei vielen Menschen hierbei wohl nicht bekannt war, dass „la ola“ im Spanischen bereits „die Welle“ heißt.

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